📄 Techniken & Grundlagen

Hybrid Additive-Subtractive Manufacturing Verfahren

Hybrid Additive-Subtractive Verfahren kombinieren 3D-Druck und CNC-Fräsen für komplexe Geometrien und Präzision.

3D AUS DU Redaktion
3 Min. Lesezeit
4 Aufrufe
2 Videos
Prusament - Premium 3D Druck Filament

Hybrid Additive-Subtractive Manufacturing Verfahren: Eine tiefgehende Analyse

Schau dir die Welt des 3D-Drucks mal aus einer anderen Perspektive an: Hybrid Additive-Subtractive Manufacturing Verfahren. Diese Technik kombiniert den 3D-Druck mit der Präzision der CNC-Bearbeitung. Hersteller wie DMG Mori, Mazak und Matsuura bieten Maschinen an, die sowohl Material auftragen als auch abtragen können. Klingt nach der eierlegenden Wollmilchsau? Nicht ganz. Lass uns die Sache mal unter die Lupe nehmen.

Was steckt hinter dem Hybridverfahren?

Im Grunde geht es darum, zwei Welten zu vereinen: Additive Fertigung, meist mittels Laser Metal Deposition (LMD) oder Directed Energy Deposition (DED), und die klassische subtraktive CNC-Fräsbearbeitung. Stell dir das so vor: Du baust ein Teil Schicht für Schicht auf, um dann durch CNC-Fräsen die finale Form und Oberfläche zu perfektionieren. Das klingt nach einer cleveren Lösung, um komplexe Geometrien zu erreichen, aber der Teufel steckt im Detail.

2 Videos von Creator-Experten
Praxis-Tests und Tutorials aus der Community ansehen
Ansehen

Technische Herausforderungen und Fallstricke

Die Maschinen selbst sind keine Leichtgewichte. Nimm zum Beispiel die LASERTEC 65 3D hybrid von DMG Mori. Mit einem Bauraum von 735 x 650 x 560 mm bist du zwar flexibel, aber die Dinge werden schnell kompliziert. Die Pulverdüsen benötigen eine Schutzgasatmosphäre, um Oxidation bei den hohen Temperaturen von bis zu 1600°C zu vermeiden. Und vergiss nicht die regelmäßige Wartung: Pulververteilung kann ungleichmäßig sein, was zu unvorhersehbaren Ergebnissen führt.

Die Druckgeschwindigkeit hängt stark vom Material und der Geometrie ab. Während die CNC-Fräsen mit bis zu 40 m/min flott sind, verlangsamst du beim eigentlichen Druckprozess. Die Schichtdicke variiert zwischen 50 und 200 Mikrometern, was zwar präzise, aber auch zeitaufwendig ist. Eine Plug-and-Play-Lösung ist das nicht. Ohne eine saubere Kalibrierung und regelmäßige Reinigung der Achsen und Düsen bist du schnell frustriert.

Materialien und deren Tücken

Mit Materialien wie Edelstahl, Titan, Aluminium und Nickelbasislegierungen bist du breit aufgestellt. Doch jedes Material hat seine eigenen Herausforderungen. Die Lagerung des Metallpulvers unter optimalen Bedingungen ist entscheidend, um Konsistenz zu gewährleisten. Schmelzpunkte und thermische Ausdehnungen sind wichtige Faktoren, die du im Auge behalten musst. Die Schutzgasatmosphäre ist essenziell für die Qualität des Endprodukts.

Software und Workflow

Die Softwareseite ist ein weiteres Kapitel. Programme wie Siemens NX und Autodesk Fusion 360 werden häufig verwendet. Sie bieten dir die Flexibilität, die du brauchst, aber der Einarbeitungsaufwand ist nicht zu unterschätzen. Cloud-Dienste könnten theoretisch unterstützen, sind aber oft herstellerspezifisch und nicht immer zugänglich. Die Materialerkennung entfällt in der Regel, da es sich um industrielle Anwendungen handelt, was den Workflow vereinfacht, aber auch weniger flexibel macht.

Zubehör und Erweiterungsmöglichkeiten

Die Maschinen kommen mit einem Arsenal an Zubehör, darunter CNC-Werkzeuge und Pulverdüsen. Upgrade-Möglichkeiten gibt es vor allem im Bereich der CNC-Funktionalitäten. Aber sei gewarnt: Diese Erweiterungen sind oft kostspielig und nicht immer problemlos integrierbar.

Fazit aus der Praxis

Hybrid Additive-Subtractive Manufacturing ist keine Lösung für jedermann. Die Anforderungen an Wartung, Material und Software sind hoch. Die Maschinen bieten erhebliche Möglichkeiten, aber auch viele Stolpersteine. Wenn du bereit bist, die Lernkurve zu meistern und die Stolpersteine zu umschiffen, kannst du von den Vorteilen profitieren. Doch sei dir bewusst, dass es keine Einheitslösung gibt. Es erfordert Geschicklichkeit, Geduld und ein tiefes Verständnis für die Materie.

Hinweis: Einige Links in diesem Artikel sind Affiliate-Links. Wenn du ueber diese Links ein Produkt kaufst, erhalten wir eine kleine Provision – fuer dich entstehen dabei keine Mehrkosten. So koennen wir dieses Wiki weiterhin kostenlos anbieten.

2 Videos zum Thema

Creator aus der Community zeigen es in der Praxis — via Creator Hub

Die verschiedenen 3D-Drucker Verfahren

Die verschiedenen 3D-Drucker Verfahren

Joshua Schiergens 3D-Druck