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Peopoly Phenom Noir

Der Peopoly Phenom Noir bietet großes Volumen und schnelle Druckzeiten, erfordert aber intensive Wartung und gute Belüftung.

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Peopoly Phenom Noir: Viel Druckvolumen, viele Herausforderungen

Der Peopoly Phenom Noir ist nichts für Anfänger. Als Teil der Phenom-Serie von Peopoly, einem Unternehmen aus Hongkong, richtet er sich an Profis und ambitionierte Enthusiasten, die sich mit den Tücken eines MSLA-Druckers auseinandersetzen wollen. Der Phenom Noir erschien 2020 und liegt im mittleren bis hohen Preissegment. Was ihn von seinen Vorgängern und vielen Konkurrenzprodukten unterscheidet, ist der größere Bauraum von 293.76 x 165.24 x 400 mm und das 4K Monochrom-Display, das schnellere Belichtungszeiten ermöglicht.

Technik im Detail

Der Phenom Noir nutzt die Masked Stereolithography (MSLA), bei der UV-Licht durch ein LCD-Display maskiert wird, um Photopolymerharze auszuhärten. Die Schichtdicke lässt sich zwischen 25 und 100 Mikrometern einstellen, wobei die Druckgeschwindigkeit theoretisch bis zu 80 mm/h erreichen kann. Aber Vorsicht: Diese Geschwindigkeit hängt stark von der Schichtdicke und dem verwendeten Harz ab. In der Praxis wirst du oft langsamer unterwegs sein, besonders bei feineren Schichten.

Das Gehäuse des Noir ist geschlossen – gut für die Druckqualität, aber der Harzgeruch ist nicht zu unterschätzen. Eine ordentliche Belüftung ist Pflicht, wenn du nicht nach wenigen Minuten Kopfschmerzen haben willst. Mit seinen 35 kg ist der Drucker kein Leichtgewicht und sollte auf einem stabilen Tisch stehen.

Material und Software

Der Phenom Noir arbeitet mit Photopolymerharzen und ist offen für Drittanbieterharze. Das ist ein Vorteil, da du nicht zwingend auf teure, proprietäre Materialien zurückgreifen musst. Allerdings ist die Materialauswahl im Vergleich zu FDM-Druckern deutlich eingeschränkt. Der Standard-Slicer ist Chitubox – keine Überraschung im MSLA-Bereich. Eine integrierte Materialerkennung gibt es nicht, was bedeutet, dass du das Materialprofil manuell anpassen musst.

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Wartung und bekannte Probleme

Wie bei jedem MSLA-Drucker ist die Wartung des Phenom Noir nicht zu unterschätzen. Die FEP-Folie im Harzbehälter muss regelmäßig ausgetauscht werden, und die Harzwanne sollte nach jedem Druck gründlich gereinigt werden, um Probleme mit der Druckqualität zu vermeiden. Ein weiteres Manko ist der intensive Harzgeruch, der ohne ausreichende Belüftung schnell zur Belastung wird.

Verglichen mit Konkurrenzprodukten wie dem Anycubic Photon Mono X oder dem Elegoo Saturn punktet der Noir mit seinem größeren Bauraum und schnelleren Druckzeiten. Doch das bringt auch mehr Komplexität und Wartungsaufwand mit sich.

Fazit: Kein Plug-and-Play, aber viel Potenzial

Der Peopoly Phenom Noir ist weit entfernt von einem Plug-and-Play-Gerät. Wer sich jedoch durch die Herausforderungen des MSLA-Drucks arbeitet, wird mit großen und detaillierten Drucken belohnt. Er ist kein Gerät für den schnellen Prototypenbau, sondern für den detailverliebten Maker, der bereit ist, in die Tiefen der Resin-Drucktechnik einzutauchen.

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