Das Ultimaker S5 Pro Bundle unter der Lupe
Wenn Du in der Welt des 3D-Drucks zuhause bist, dann ist Dir der Name Ultimaker sicherlich ein Begriff. Gegründet 2011 in den Niederlanden, hat sich Ultimaker als eine feste Größe im Bereich professioneller 3D-Drucklösungen etabliert. Mit dem S5 Pro Bundle hat Ultimaker 2019 ein System auf den Markt gebracht, das besonders für Unternehmen und anspruchsvolle Maker gedacht ist. Aber was genau bekommst Du für das Geld, das Du auf den Tisch legst? Lass uns das mal genauer anschauen.
Was steckt drin?
Das Ultimaker S5 Pro Bundle kombiniert den bekannten Ultimaker S5 mit zwei Schlüsselkomponenten: dem Air Manager und der Material Station. Der S5 selbst bietet einen Bauraum von 330 x 240 x 300 mm, was für die meisten Projekte ausreichen sollte. Aber Vorsicht: Wenn Du vorhast, sehr große Modelle zu drucken, könnte der Bauraum schnell knapp werden. Das Dual-Extruder-System erlaubt Dir, mit zwei verschiedenen Materialien oder Farben gleichzeitig zu arbeiten, was bei komplexen Geometrien oder Stützstrukturen auslösbar ist. Die PrintCores, die Du in Sekundenschnelle austauschen kannst, sind hier ein großer Pluspunkt, aber regelmäßige Wartung und Kalibrierung sind Pflicht.
Materialvielfalt mit Tücken
Eines der Verkaufsargumente des S5 Pro Bundles ist die Materialvielfalt. Von PLA über ABS bis hin zu anspruchsvolleren Materialien wie Nylon oder PC ist alles drin. Die Düsenteperatur von bis zu 280°C eröffnet viele Möglichkeiten, aber Achtung: Nicht alle Materialien sind gleich leicht zu handhaben. Die Material Station soll für eine optimale Lagerung sorgen und die Filamentzufuhr erleichtern, aber es gibt Berichte, dass sie bei bestimmten Materialien zicken kann. Der Air Manager verbessert die Luftqualität beim Drucken, was gerade bei Materialien wie ABS ein echter Vorteil ist, da die Dämpfe nicht gerade gesundheitsförderlich sind.
Software und Workflow
Ultimaker Cura ist die Standard-Slicer-Software, die Dir alle Optionen bietet, die Du brauchst. Wenn Du auf Drittanbieter-Slicer stehst, ist das S5 Pro Bundle flexibel genug, um G-Code von anderen Programmen zu akzeptieren. Die Ultimaker Digital Factory bietet Cloud-Dienste, die gerade für Unternehmen interessant sind, die ihre Druckerflotte zentral verwalten wollen. Aber seien wir ehrlich: Cloud-Features sind nur dann nützlich, wenn Dein Netzwerk stabil läuft und Du nicht in einer IT-Wüste sitzt.
Die Schattenseiten
Wie bei jedem komplexen System gibt es auch hier ein paar Stolpersteine. Die Filamentführung in der Material Station ist ein wiederkehrendes Problem. Auch wenn die Bauraumgröße für viele Anwendungen ausreicht, stößt Du bei wirklich großen Modellen schnell an Grenzen. Und dann ist da noch die regelmäßige Wartung: Die PrintCores wollen gepflegt werden, sonst kannst Du Dich auf verstopfte Düsen und miese Druckqualität einstellen.
Vergleich mit der Konkurrenz
Im Vergleich zu anderen Druckern wie dem Prusa i3 MK3S+ oder dem Raise3D Pro2 bietet das Ultimaker S5 Pro Bundle integrierte Materiallagerung und Luftfilterung. Aber das hat seinen Preis. Wenn Du auf der Suche nach einer günstigeren Alternative bist, die ähnliche Druckqualität bietet, sind diese Modelle definitiv einen Blick wert.
Alles in allem ist das Ultimaker S5 Pro Bundle eine starke, aber nicht fehlerfreie Lösung für professionelle Anwender. Es erfordert ein gewisses Maß an Wartung und Know-how, liefert aber bei richtiger Handhabung exzellente Ergebnisse. Du zahlst für Qualität und eine gewisse Bequemlichkeit, die in einem professionellen Umfeld oft den Unterschied ausmacht.