Der Bambu Lab A1 (und sein kleiner Bruder, der A1 Mini) haben den Markt für Einsteiger und Fortgeschrittene ordentlich aufgemischt. Die Dinger drucken out-of-the-box so unverschämt gut, dass man sich fast schon langweilt, wenn man von älteren Druckern kommt, an denen man ständig schrauben musste. Doch auch beim A1 gibt es Zubehör und Ersatzteile, über die man früher oder später stolpert.

Ich habe mir mal die gängigsten "Upgrades" und Gadgets angesehen und muss hier bei ein paar Dingen ganz dringend Aufklärungsarbeit leisten – denn manches davon rettet euch den Druck, anderes (wie falsch angewendetes Werkzeug) ruiniert euch im schlimmsten Fall die Hardware.

Die Sache mit dem Gehäuse: Schutz oder Hitzetod? Fangen wir mit dem Elefanten im Raum an: Einhausungen für sogenannte "Bedslinger" (Drucker, bei denen sich das Bett auf der Y-Achse bewegt). Das 3D-Druckergehäuse für Bambu Lab A1 Mini, KP3S/KP3S Pro V2, 450 × 550 × 485 mm von Markenlos und die feuerfeste Variante, das 3D-Druckergehäuse für Bambu Lab A1 Mini, KP3S/KP3S Pro V2 Staubdicht Feuerfest, sind extrem beliebte Zelte.

Aber Vorsicht: Der A1 ist von Bambu Lab nicht für komplett geschlossene Bauräume konzipiert! Das Mainboard und das Netzteil sitzen in der Basis und kühlen sich durch die Raumluft. Wenn ihr den Drucker komplett einpackt und stundenlang ABS bei 100 Grad Betttemperatur druckt, grillt ihr euch auf Dauer die Elektronik. Warum diese Zelte trotzdem genial sind? Als Staubschutz! Wenn der Drucker mal ein paar Wochen in der Werkstatt steht, bleibt die Mechanik sauber. Außerdem eignen sie sich als fantastischer "Draft Shield" (Zugluftschutz) für empfindliche Materialien wie ASA oder PETG, solange ihr das Zelt vorne einen Spalt offen lasst, damit die Abwärme der Elektronik entweichen kann. Die feuerfeste Beschichtung ist dabei ein nettes Sicherheitsfeature, wenn man den Drucker unbeaufsichtigt im Keller werkeln lässt.

Hotend-Swaps: Das Killer-Feature des A1 Hier glänzt das System wirklich. Der werkzeuglose Hotend-Wechsel beim A1 ist ein Traum. Wenn ihr euch das eBay Upgrade Hotend Kit 0,4/0,6 für Bambu Lab A1 3D zulegt, macht ihr alles richtig. Standardmäßig kommt der Drucker mit einer 0,4 mm Düse (meist Edelstahl). Wenn ihr aber abrasive Filamente wie Carbonfaser (CF), Holz oder Glow-in-the-Dark drucken wollt, braucht ihr gehärteten Stahl, sonst ist die Düse nach einer halben Rolle durchgeschliffen.

Ein Wechsel auf 0,6 mm lohnt sich extrem für große, funktionale Bauteile, bei denen ihr Druckzeit sparen wollt. Noch ein wichtiges Wort zur Drucktemperatur: Oft liest man, PETG würde sich bei 220 Grad gut drucken lassen. Das galt vielleicht früher für langsame Drucker! Der A1 druckt mit einer enormen Geschwindigket, weshalb das Filament viel kürzer in der Schmelzzone verweilt. Geht bei PETG auf dem A1 ruhig auf 240°C bis 255°C hoch, sonst habt ihr eine miserable Layerhaftung und die Teile brechen euch an den Schichten einfach durch.

Lüfter und Kühlung: Wenn der Tornado nachlässt Der Bauteillüfter des A1 ist ab Werk ein absolutes Biest. Er schaufelt massiv Luft an die Düse, was diese krassen Überhänge und feinen Details beim High-Speed-Drucken mit PLA überhaupt erst möglich macht.

Warum also einen eBay Kühlventilator für Bambu Lab A1 / A1 mini 3D-Drucker Ersatzteile Zubehör Upgrade kaufen? Weil diese Radiallüfter Verschleißteile sind. Es passiert super schnell, dass sich feine Filament-Fäden (Stringing) in die Lüfterschaufeln saugen. Zuerst fängt der Lüfter an zu surren, dann verliert er an Leistung und irgendwann sehen eure Überhänge plötzlich schrecklich aus. Legt euch so ein Ersatzteil in die Schublade, ihr werdet es an einem Sonntagabend um 22 Uhr brauchen, wenn ihr ein Projekt fertigstellen müsst.

Werkzeug-Mythen: Zerstört nicht eure Druckplatten! Jetzt wird es kritisch. Wenn es um Zubehör wie den eBay 3D-Drucker-Zubehör Upgrade Metall-Stiftschneider Klinge für Bambu Lab X1/P1/A1 geht, lese ich oft den gefährlichsten Tipp überhaupt: Man solle damit Druckteile vom Bett kratzen. Halt, Stopp! Der A1 kommt mit einer texturierten PEI-Flexplatte. Diese Platten werden nach dem Abkühlen einfach gebogen, und das Bauteil springt von selbst ab. Wer mit einer Metallklinge auf der PEI-Beschichtung herumkratzt, zerstört die Oberfläche unwiderruflich! Dieser "Stiftschneider" ist ein sogenannter Entgrater (Deburring Tool). Er ist ein absolutes Pflichtwerkzeug in eurer Kiste, aber nur für die Nachbearbeitung der fertigen Druckteile. Wenn ihr einen Elefantenfuß am Bauteil habt oder Reste vom Brim (Rand) entfernen müsst, zieht ihr mit dieser Klinge einmal sauber an der Plastikkante eures Modells entlang und habt eine perfekte Fase.

Mit dem A1 habt ihr eine geniale Maschine auf dem Tisch. Wenn ihr wisst, wie ihr die Ersatz- und Zubehörteile (wie die verschiedenen Nozzle-Durchmesser) richtig einsetzt und eure Druckplatten vor scharfen Werkzeugen schützt, werdet ihr jahrelang Freude an perfekten Druckergebnissen haben.